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Am Dienstag in der Früh wollte Mimi schon vor dem Frühstück vor die Tür. Üblicherweise meldet sie nach ca. 30 Minuten wieder an der Terrassentür. An diesem Tag aber waren wohl andere Dinge interessanter als Fressen und kam auch nicht als ich das Haus verlassen wollte. Weder bei meiner Rückkehr, noch bei vielen Lockversuchen bis kurz vor Mitternacht mit dem Osterhasenglöckcken, erschien das Kätzchen nicht.

Selbst die Ruf- und Klingelversuche am Mittwoch früh scheiterten kläglich …..

Dementsprechend verlief meine Fahrt zur Arbeit mit sorgenvollen Gedanken…. ist die Mimi vielleicht von jemandem mitgenommen worden oder ist sie hinaus ins freie Feld gelaufen und ein Jäger hat sie erwischt?

So parkte ich wie immer am gleichen Platz vor dem Bürogebäude, stellte den Motor ab und zog den Schlüssel aus dem Schloss, öffnete die Autotür und bewegte meine Beine zunächst hinaus in die Dunkelheit. Plötzlich maunzte eine Katze und strich mir um die Füße. Ich traute meinen Augen nicht, „Mimi, wie kommst Du denn hierher?“ Ich schnappte sie und nahm das nasse, dreckige Bündel ins Auto. Wollte auch gleich noch mal zurückfahren …. was sich jedoch als unmöglich erwies. Das Biest blieb nirgends sitzen. So entschied ich mich fürs Aussteigen …. Mimi verschwand im dichten Gebüsch neben meinem Auto. Ich verabschiedete mich, mit der Bitte, auch pünktlich ab 13 Uhr am Auto zu warten.

Der Vormittag verging zäh, bangend, ob sich Mimi wohl an die Abmachung halten würde…endlich Feierabend !

Mit einem Karton unterm Arm ging ich erwartungsvoll zum Auto und rief ganz leise nach ihr. Siehe da, sie kam auch gleich angaloppiert. Allerdings überlegte Mimi noch einmal kurz, aber dann ließ sie sich hochheben und in den Karton packen …..

Wo wo hat sich die Katze am Vortag während der 11 km langen Fahrt unter dem Auto versteckt?

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